Glossar

  1. Arterielle Regel: eine Blockade führt zu Minderdurchblutung, dadurch entstehen morphologische Veränderung die wiederum eine Funktionsstörung verursachen (Still 1874)
  1. Attraktoren: Die meisten komplexen Systeme weisen so genannte Attraktoren auf, d. h. dass das System unabhängig von seinen Anfangsbedingungen bestimmte Zustände oder Zustandsabfolgen anstrebt.
  1. Chaotische Systeme: zum Beispiel Wetter, Klima, Plattentektonik, Turbulenz, Wirtschaftskreisläufe, Internet und das Bevölkerungswachstum.
  1. Craniosacrale Osteopathie: von „Cranium=Schädel“, „Sacrum=Kreuzbein“. Die craniosacrale Osteopathie beruht auf der Bewegung der Schädelknochen, des Liquors und des Kreuzbeins und nimmt so direkten Einfluss auf das zentrale Nervensystem, die Hirnhäute sowie die Wirbel- und Schädelknochen.
  1. Emergenz: Ein Systemelement kennt nicht das gesamte Systemverhalten und reagiert nur auf ihm lokal verfügbare Information (vgl. Ameisenstaat)
  1. Fasziale Osteopathie: Die Fasziale Osteopathie konzentriert sich auf die Faszien. Jedes Organ (z.B. Muskeln, Eingeweide) ist einzeln oder gebündelt von Faszien umhüllt. Das sind bindegewebige Häute die wie Trennwände oder Beutel die einzelne Strukturen miteinander verbinden oder voneinander trennen. An vielen Stellen sind Faszien mit Knochen fest verbunden. Oft sind es Faszien die Spannungen von einer Stelle auf eine andere übertragen, gleichzeitig kann man sie sich aber auch für die Behandlung zunutze machen. Eigentlich hat jede osteopathische Behandlung einen Einfluß auf das Fasziensystem.
  1. Haken: Als Haken bezeichnet man stark hervortretende Zahnteile, die durch ungleichen abrieb entstehen. Sehr häufig findet man Haken an den ersten oberen und den hinteren unteren Backenzähnen.
  1. Komplexe Systeme: Systeme, welche sich der Vereinfachung verwehren und vielschichtig bleiben. Insbesondere gehören hierzu die komplexen adaptiven Systeme, die imstande sind, sich an ihre Umgebung anzupassen.
  1. Nichtlinearität: eine kleine Ursache kann eine große Wirkung haben und umgekehrt („Schmetterlingseffekt“)
  1. Okklusion: der Kontakt zwischen den Zähnen des Oberkiefers und des Unterkiefers
  1. Osteopathie: „Manuelle Untersuchung der Mobilität und Motilität des Körpers zwecks Diagnose von Störungen und Durchführung der notwendigen Justierungen.“ (JP Barall)
  1. Scharfe Kanten: Durch ungleichen Abrieb des Pferdegebiss entstehen scharfe Kanten meist im Unterkiefer entlang der Zunge und im Oberkiefer an den Backen. Werden sie nicht entfernt, verletzten sie die Schleimhaut.
  1. Scherengebiss: die Kauflächen sind sehr steil. Dadurch verstärkte sehr schlechter Abrieb der Zähne und verstärkte Kantenbildung.
  1. Schmetterlingseffekt: Eine minimale Änderungen der Ausgangssituation kann zu großen nichtvorhersagbaren Änderungen im System führen.
  1. Selbstorganisation: Selbststabilisierung oder Homöostase auch bei Umweltveränderungen, Fähigkeit Informationen zu verarbeiten bzw. zu lernen.
  1. Selbstregulation: Fähigkeit zur inneren Harmonisierung. Komplexe Systeme sind in der Lage, aufgrund der Informationen und derer Verarbeitung das innere Gleichgewicht und Balance zu verstärken.
  1. Strukturelle Osteopathie: alle Techniken, die sich mit der Mobilisation und der Korrektur von Blockaden in Gelenken, Muskeln, Sehnen, Bändern und Faszien beschäftigen.
  1. System: Ein System ist eine Menge von Elementen, die in einem abgegrenzten oder abgrenzbaren Bereich so zusammenwirken, dass dabei ein vollständiges, sinnvolles, zweck- und zielgerichtetes Zusammenwirken in einem funktionellen Sinne erzielbar wird.
  1. Systemtheorie: Interdisziplinäres Erkenntnismodell. Systeme werden zur Beschreibung und Erklärung komplexer Phänomene herangezogen
  1. Treppengebiss: unterschiedliche Länge benachbarter Zahnkronen, entsteht vor allem dann, wenn ein Zahn als Gegenspieler fehlt. Deshalb ist es nach Zahnextraktionen und bei alten Pferden besonders wichtig, dass die Zähne regelmäßig untersucht werden.
  1. Viszerale Osteopathie: Diese Methode der Osteopathie konzentriert sich auf die Organe und stellt deren Beweglichkeit und Blutversorgung sicher.
  1. Wellengebiss: wie beim Treppengebiss unterschiedliche Länge benachbarter Zahnkronen, jedoch im Gegensatz zum Treppengebiss nicht stufenartig. Trotzdem erhebliche Einschränkung der Kautätigkeit und Schädigung der Kiefergelenke möglich
  1. Zahnspitzen: einzelne scharfe Spitzen meist an den Kanten, die die Schleimhaut der Backen und der Zunge verletzten können.